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Inline-Optionsscheine auf Rohöl vorgestellt 10.06.2010
Société Générale
Paris (aktiencheck.de AG) - Die Analysten der Société Générale stellen in ihrer aktuellen Ausgabe von "Investment & Life Rohstoffe" zwei Inline-Optionsscheine (ISIN DE000SG1MR81/ WKN SG1MR8; ISIN DE000SG1QHW4/ WKN SG1QHW) auf den ICE Brent Future vor.
Die Unsicherheit unter Anlegern sei nach wie vor sehr groß. Immer neue Nachrichten würden an den Märkten für Einbrüche sorgen. Letzten Freitag seien in den USA die neuen Arbeitsmarktzahlen bekannt gegeben worden. Man habe mit dem größten Anstieg seit 1986 gerechnet, allerdings seien die Zahlen überraschend weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben.
Weitere beunruhigende Nachrichten seien aus Osteuropa gekommen: Ungarn scheine das nächste Land innerhalb der Europäischen Union zu sein, dass sich zu hoch verschuldet habe. Zwar habe Ungarn noch keinen Euro und daher etwas mehr monetären Spielraum die Schulden in den Griff zu bekommen, doch die Angst vor Kreditausfällen treibe nicht nur die Märkte in Europa, sondern auf der ganzen Welt ins Minus.
Die Europäische Union habe nun ein Rekordrettungspaket auf den Weg gebracht, was wiederum andere europäische Staaten dazu bringe sich noch mehr zu verschulden. In Deutschland, aber auch in anderen Ländern würden nun Sparmaßnahmen auf den Weg gebracht.
Kehrseite der Medaille sei allerdings, dass dadurch die wieder anlaufende Konjunktur abgewürgt werden könnte, wenn nämlich notwendige Investitionen aufgrund von Einsparungen ausbleiben würden. Nicht zuletzt deshalb habe auch US-Finanzminister Geithner die EU und insbesondere Deutschland zu einer weiterhin expansiven Geldpolitik aufgefordert, um die wirtschaftliche Erholung zu unterstützen.
Die Sorgen um die Konjunktur würden sich in den letzten Wochen auch deutlich im Ölpreis bemerkbar machen. Anfang Mai hätten noch viele an eine konjunkturbedingte Steigerung der Ölnachfrage geglaubt, doch als sich die Schuldenkrise in Europa zugespitzt habe sei das Öl der Nordseesorte Brent von über 85 US-Dollar pro Barrel auf zeitweise unter 70 US-Dollar gefallen. Im Ölpreis werde die Ungewissheit an den Märkten sichtbar.
Auf der einen Seite steige die Nachfrage, insbesondere aus den Schwellenländern, auf der anderen Seite werde die Nachhaltigkeit der konjunkturellen Erholung immer mehr hinterfragt, so dass auch das Interesse an Rohöl zurückgehe. Die Folge sei derzeit, dass der Ölpreis die Gewinne, die er im zweiten Quartal noch habe verbuchen können, nun wieder abgegeben habe. Wie könnten Anleger dennoch von der Ölpreisentwicklung profitieren?
Mit Inline-Optionsscheinen der Société Générale lasse sich auf das Szenario setzen, dass der Ölpreis weder stark ansteige, noch deutlich verliere. In Anbetracht der derzeitigen Nachrichten also durchaus eine Entwicklung, die für die nächsten Monate vorstellbar sei. Dank der überschaubaren Laufzeit von ein bis vier Monaten lasse sich für den Anleger das Risiko einschätzen.
Berühre der Preis des jeweils nächstfälligen Brent-Futures irgendwann während der Laufzeit weder das obere noch das untere KO-Level, erhalte der Anleger 10 Euro ausbezahlt. Ansonsten verfalle der Schein allerdings wertlos und es komme zum Totalverlust. Es bedürfe also nicht immer einer eindeutigen Richtung, in die sich Kurse bewegen würden; auch wenn es weder rauf noch runter gehe, würden sich ansehnliche Renditen erwirtschaften lassen. (Ausgabe 23 vom 09.06.2010) (10.06.2010/oc/a/r)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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