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Faktor-Zertifikate auf Rohöl: Undurchsichtige Gemengelage - Zertifikateanalyse


05.01.2017
X-markets by Deutsche Bank

Frankfurt (www.zertifikatecheck.de) - Der Produktexperte von X-markets by Deutsche Bank, Nicolai Tietze, stellt ein Faktor-Long-Zertifikat (ISIN DE000DT4BRT7/ WKN DT4BRT) und ein Faktor-Short-Zertifikat (ISIN DE000DT4BST5/ WKN DT4BST) der Deutschen Bank auf Rohöl vor.

Mitte 2014 seien die Rohölpreise in die Tiefe gerutscht. Sowohl die US-Sorte WTI als auch die Nordseesorte Brent lägen seitdem am Boden. Ende November habe man bei der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) genug gehabt. Eine Senkung der Förderquote solle endlich eine Preiserholung bringen. Allerdings könnte ein nachhaltiger Preisanstieg weiter auf sich warten lassen.

Am 30. November habe sich die OPEC in Wien auf eine Reduzierung der Fördermengen innerhalb des Kartells um rund 1,2 Millionen Barrel pro Tag auf 32,5 Millionen Barrel geeinigt. Am 10. Dezember sei sogar eine Einigung mit wichtigen Nicht-OPEC-Staaten, ebenfalls in Wien, erzielt worden. Länder wie Aserbaidschan, Kasachstan oder Mexiko möchten gemeinsam für eine weitere Absenkung der Fördermengen um rund 558.000 Barrel pro Tag sorgen. Russland allein beteilige sich mit einem Rückgang um 300.000 Barrel. Während diese Maßnahmen vonseiten der OPEC und anderen beteiligten Ländern als wahrhaft historisch gefeiert worden seien, bleibe es abzuwarten, ob sie tatsächlich die gewünschte Wirkung entfalten könnten.

Die OPEC-Mitglieder hätten sich in der Vergangenheit nicht gerade durch eine besonders hohe Disziplin hervorgetan, wenn es darum gegangen sei, Höchstmengen bei der Produktion oder sogar Förderkürzungen zu beachten. Noch schwieriger werde die Situation, wenn eine ganze Reihe von nicht Kartell-Mitgliedern hinzukomme. Es könnte bereits ausreichen, wenn ein Land ausschere, um den Deal zum Platzen zu bringen.


Besonders wichtig könnte der Blick auf die US-Fracking-Industrie sein. Gemeinsam mit wichtigen OPEC-Ländern wie Saudi-Arabien seien die US-Ölförderer für die Angebotsschwemme der vergangenen Jahre verantwortlich gewesen. Sie könnten jede noch so leichte Preiserholung dazu nutzen, um noch mehr Rohöl auf den Markt zu werfen. Zumal das Land nun mit Donald Trump einen mutmaßlichen Freund der Ölkonzerne und der fossilen Energieträger als Präsidenten erhalte.

Darüber hinaus könnte auch die Geldpolitik der US-Notenbank FED negative Einflüsse auf den Ölpreis haben. Höhere Zinsen in den USA dürften einen stärkeren US-Dollar zur Folge haben. Damit verteuere sich wiederum die Beschaffung des häufig in der US-Währung gehandelten Rohöls, was letztlich auf die Nachfrage und Preise drücke.

Interessant dürften 2017 und in den kommenden Jahren aber auch die Effekte auf der Nachfrageseite sein. Donald Trump stelle enorme Infrastrukturausgaben in Aussicht, Steuererleichterungen für Unternehmen und weniger Regulierungen. Alles Maßnahmen, die im Allgemeinen als konjunkturfördernd gelten würden. Sollte die größte Volkswirtschaft der Welt einen Boom erleben und den Rest der Welt mitziehen, könnte auf diese Weise die Ölnachfrage steigen, sodass auch die Notierungen für das "schwarze Gold" angekurbelt würden. Zumal die chinesische Regierung gleichzeitig alles möglich unternehme, um eine so genannte harte Landung der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt zu verhindern.

Spekulative Anleger, die steigende Notierungen bei der Ölsorte Brent erwarten würden, könnten mit einem Faktor-Long-Zertifikat der Deutschen Bank mit dem Hebel (Faktor) von 4 auf ein solches Szenario setzen. Wer aber als spekulativer Anleger eher Short orientiert sei und auf fallende Ölpreise bei der Sorte Brent setzen möchte, erhalte mit einem Faktor-Short-Zertifikat der Deutschen Bank mit dem Hebel (Faktor) 4 die Gelegenheit dazu. (Stand vom 03.01.2017) (05.01.2017/zc/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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