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Börsen in Europa Schluss: US-Arbeitsmarktdaten sorgen für freundlichen Wochenschluss 03.09.2010
aktiencheck.de
Zürich (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen haben sich dank eines besser als erwartet ausgefallenen US-Arbeitsmarktberichts mit deutlichen Gewinnen ins Wochenende verabschiedet. Der Dow Jones EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145 / WKN 965814) gewann 1,14 Prozent auf 2.746,23 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (ISIN EU0009658160 / WKN 965816) rückte daneben um 0,91 Prozent auf 2.534,25 Zähler vor. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 (ISIN FR0003502079 / WKN A0C302) verbesserte sich um 0,88 Prozent auf 661,54 Punkten. Auch die europäischen Länderbörsen verzeichneten durchweg Gewinne.
Das Absatzvolumen im europäischen Einzelhandel ist nach vorläufigen Angaben des Statistikamtes Eurostat im Juli mit vermindertem Tempo angewachsen. Im Vormonatsvergleich wuchs der Absatz in der Eurozone und in der EU27 um jeweils 0,1 Prozent. Im Juni war der Einzelhandelsindex in den beiden Gebieten noch um 0,2 bzw. 0,3 Prozent gestiegen. Binnen Jahresfrist stieg der Einzelhandelsumsatz in der Eurozone um 1,1 Prozent. In der EU27 wurde 1,0 Prozent mehr verkauft als im Juli 2009.
Roche (ISIN CH0012032113 / WKN 851311) gewannen im SMI 1,8 Prozent. Der Pharmakonzern will sich dem wachsenden Kostendruck im Gesundheitswesen mit einem Sparprogramm entgegenstemmen. Demnach wolle man mit Hilfe der Initiative "Operational Excellence" zum einen die Kostenstrukturen weiter optimieren und andererseits die Produktivität weiter verbessern. In den kommenden Monaten werde man in diesem Zusammenhang die einzelnen Bereiche und Konzernstrukturen untersuchen und dann noch vor Jahresende entsprechende Maßnahmen und eventuelle Auswirkungen auf den Personalbestand bekannt geben. Die Spar- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen sollen im Zeitraum von 2011 bis 2012 umgesetzt werden. Im Anschluss bestätigte CEO Severin Schwan die Prognose für das laufende Fiskaljahr. An der Spitze des SMI rückten Adecco um 3,2 Prozent vor. Am Ende der Kursliste verloren Givaudan gegen den Trend 1,5 Prozent.
Presseangaben zufolge ist der Minenkonzern BHP Billiton (ISIN GB0000566504 / WKN 908101) (ISIN AU000000BHP4 / WKN 850524) offenbar nicht nur an einer Übernahme des kanadischen Düngemittelherstellers Potash (ISIN CA73755L1076 / WKN 878149) interessiert, sondern will sich auch im Ölgeschäft mit einer milliardenschweren Akquisition positionieren. Demnach sei BHP Billiton offenbar an dem amerikanischen Öl- und Gasproduzent Anadarko Petroleum (ISIN US0325111070 / WKN 871766) interessiert. Derzeit beläuft sich die Marktkapitalisierung von Anadarko auf rund 25 Mrd. Dollar. BHP gewannen im FTSE 100 in London 1,8 Prozent.
BP (ISIN GB0007980591 / WKN 850517) legten daneben um 2,3 Prozent zu. Mehr als vier Monate nach dem Versinken der Bohrinsel "Deepwater Horizon" im Golf von Mexiko beziffert der Ölkonzern die daraus resultierenden Kosten auf rund 8 Mrd. Dollar. Unternehmensangaben zufolge sind hierin Belastungen aus den Versuchen zum Verschließen des Bohrlochs, dem Kampf gegen die Ölpest, von der Regierung verhängte Strafen sowie Zahlungen an die Golfstaaten enthalten. Ferner wurden 399 Mio. Dollar zur Beilegung von 127.000 Klagen ausgegeben. Am 22. April war die von BP geleaste Bohrinsel "Deepwater Horizon" nach einer Explosion versunken.
Im französischen CAC40 standen Bankwerte an der Spitze der Kursliste. So gewannen Société Générale mit 3,7 Prozent, Papiere von Crédit Agricole legten um 3,3 Prozent zu. Gegen den Markt verloren Pernod Ricard 1,6 Prozent. EADS gaben um 1,2 Prozent nach.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.746,23 (+1,14 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.534,25 (+0,91 Prozent) EURONEXT 100: 661,54 (+0,88 Prozent) FTSE 100 (London): 5.428,15 (+1,06 Prozent) CAC40 (Paris): 3.672,20 (+1,12 Prozent) MIB (Mailand): 20.639,86 (+1,11 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 10.599,40 (+0,59 Prozent) SMI (Zürich): 6.400,71 (+1,06 Prozent) ATX (Wien): 2.475,99 (+0,43 Prozent) (03.09.2010/ac/n/m)
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